Aktuelle Infomationen beim Bayerischen Verband Schlaganfallbetroffener e.V.

Ehrenamtsurkunde für Monika Herbst
18.12.2017

In einem Festakt wurde Monika Herbst von Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger am 21. November 2017 im Bayerischen Sozialministerium in München mit dem „Ehrenamtsnachweis Bayern“ ausgezeichnet.

Vor 23 Jahren gründete sie die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener im Berchtesgadener Land e.V. Seit der Zeit ist sie Vorsitzende dieses Vereins. Ihr Ehemann Rupert Herbst unterstützt sie bei der Bürokratie und den Finanzen. Die SHG trifft sich monatlich in Ainring. Ein von ihr erstelltes Jahresprogramm bietet viel Abwechslung für die Gruppenteilnehmer: Vorträge zu aktuellen Themen von Schlaganfallbetroffenen, Spielenachmittage, jahreszeitliche Feste wie Fasching, Grillfest, Weihnachtsfeier, ein Gottesdienst, Jahresessen Vereinssitzung und einen Ganztagsausflug, wo Sie auch andere SHG einlädt. Darüber hinaus bietet Sie im Sommer monatlich Sprechstunden in einer neurologischen Rehaklinik für betroffene Patienten an. Sie besucht aktiv Patiententage, bietet Infotische in Kliniken und auch persönliche Telefonberatung für Schlaganfallpatienten an. So ist sie zu einer Fachfrau auf dem Gebiet Schlaganfall geworden.

Beim diesjährigen Festakt zeichnete Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger 18 ehrenamtlich Engagierte aus, die sich in unterschiedlichen Bereichen – von der Jugendarbeit, über die Hilfe für Asylbewerber bis hin zum Sport und Selbsthilfe – für ihre Mitmenschen einsetzen. Hintersberger zeigte sich erfreut: „In Bayern ist fast jeder zweite Bürger über 14 Jahre freiwillig engagiert. Alle, die ihre Zeit und ihr Herzblut für ihre Mitmenschen einsetzen, tragen zu einer lebendigen Kultur des Ehrenamtes bei. Freiwilliges Engagement kennt keine sozialen oder gesellschaftlichen Schranken: Junge helfen Älteren und umgekehrt. Aus Fremden werden durch das Ehrenamt Freunde. Ehrenamtlich Engagierte machen Bayern zu dem, was es ist: eine lebens- und liebenswerte Heimat. Der Ehrenamtsnachweis Bayern ist eine verdiente Anerkennung des ehrenamtlichen Einsatzes.“ Prof. Dr. Thomas Beyer, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, würdigte die Engagementbereitschaft in Bayern: „Für mich ist es immer wieder beeindruckend, wie viele Menschen sich ehrenamtlich einbringen, allein in Bayern sind es rund 5 Millionen Menschen. Dabei handelt es sich in ganz vielen Fällen um ein langfristiges, kontinuierliches Engagement. Das gibt den Menschen, die Hilfe annehmen, Sicherheit und Vertrauen in die Gesellschaft.“



Workshop der Vorstände der Selbsthilfegruppen in Bad Reichenhall
30.07.2017

Die Vorstände der Selbsthilfegruppen trafen sich am 29. Juni 2017 in Bad Reichenhall zu einem Workshop. Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Frau Noeske vom MDK Bayern, die über die Auswirkungen des „Zweiten Pflegestärkungsgesetzes“ informierte. Erläutert wurden der Pflegebedürftigkeitsbegriff, das neue Begutachtungsinstrument, die neuen Leistungen sowie über den Ablauf einer Begutachtung.

Im Anschluss gab es noch Informationen zur Bayerischen Architektenkammer sowie einen Austausch aller teilnehmenden Selbsthilfegruppenvertreter über Problemstellungen und Akti-vitäten.

Der nächste Vorständeworkshop im Jahr 2018 wird vermutlich in Landsberg am Lech statt-finden, wozu freundlicherweise Frau Diakonin Sw. Antonia eingeladen hat. Der Verband wird noch prüfen, ob in Landsberg am Lech geeignete Räumlichkeiten und Übernachtungsmög-lichkeiten gegeben sind.



Nachruf Hedwig Nieberle
18.11.2016




Mit großem Bedauern mussten wir erfahren, dass die langjährige Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener Pfaffenwinkel e.V., Hedwig Nieberle, am 14. November 2016 im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Hedwig gründete nach einem schweren Schlaganfall Ihres Ehemannes schon in den 90er Jahren eine Selbsthilfegruppe in Peiting. Sie wollte Schlaganfallbetroffenen und deren Angehörige wieder Hoffnung und Mut für mehr Gemeinsamkeit geben und zugleich auf die Krankheit und ihre Folgen in der Öffentlichkeit hinweisen. Mit viel Engagement gelang es ihr schon vor vielen Jahren in einer ländlichen Region die seinerzeit größte Selbsthilfegruppe für Schlaganfallbetroffene in Bayern mit über 100 Mitgliedern aufzubauen. Sie war so maßgeblich am Erfolg der Entwicklung des Bayerischen Verbandes Schlaganfallbetroffener e.V. beteiligt. Unvergessen werden mir ihre sehr stimmungsvollen bayerischen Weihnachtsfeiern für die Schlaganfallbetroffenen und deren Angehörige im Restaurant „Zum Dragoner“ bleiben, die sie jedes Jahr mit viel Liebe und Aufwand organisierte. Wiederholt durfte ich bei Ihrer Gruppe, aber auch bei ihr persönlich zu Hause, Gast sein.

Ihre in den letzten Jahren zu bewältigenden gesundheitlichen Einschränkungen haben ihr leider zunehmend viel Kraft gekostet. Nach Renate Göller verlieren wir im Jahr 2016 mit Hedwig Nieberle nicht nur eine weitere äußerst engagierte und tatkräftige Vorsitzende einer ehemaligen Selbsthilfegruppe, sondern auch eine aktive Interessensvertreterin, auf die immer Verlass war. Wir werden sie sehr vermissen.

Ihre in den letzten Jahren zu bewältigenden gesundheitlichen Einschränkungen haben ihr leider zunehmend viel Kraft gekostet. Nach Renate Göller verlieren wir im Jahr 2016 mit Hedwig Nieberle nicht nur eine weitere äußerst engagierte und tatkräftige Vorsitzende einer ehemaligen Selbsthilfegruppe, sondern auch eine aktive Interessensvertreterin, auf die immer Verlass war. Wir werden sie sehr vermissen.

In tiefer Verbundenheit bleibt uns Hedwig Nieberle stets ehrenvoll und dankbar in Erinnerung.

Martin Steidler
Vorsitzender

Claudia Huber
Zweite Vorsitzende






Nachruf Renate Göller
22.04.2016



Für viele von uns überraschend ist unser Beiratsmitglied, Renate Göller, am 19.04.2016 nach kurzer, schwerer Erkrankung im Alter von 67 Jahren verstorben.

Renate hat sich 20 Jahre lang für die Interessen und Belange von Schlaganfallbetroffenen und deren Angehörige äußerst engagiert eingesetzt und mit der Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen in Stadt und Landkreis Bamberg e.V. sowohl in Größe und Aktivitäten Beispielhaftes geschaffen. Mit den Kunstwerken in Sandstein, angefertigt von Schlaganfallbetroffenen ihrer Selbsthilfegruppe, hat sie sicherlich einen Meilenstein an kreativen und handwerklichen Möglichkeiten von Behinderten aufgezeigt. Die öffentliche Präsentation der von schlaganfallbetroffenen Menschen geschaffenen Skulpturen bei Vernissagen und Ausstellungen erreichte bundesweite Beachtung und Anerkennung. Ihre Leistungen wurden u.a. mit der Verleihung der bayerischen Staatsmedaille für besondere soziale Verdienste gewürdigt.

Sie war seit der Gründungszeit eine große Stütze beim Aufbau und der Weiterentwicklung unseres Verbandes. Stets kannten wir sie als aktive Interessensvertreterin, die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihr werden wir vermissen. Vielen war sie nicht nur eine Begleiterin, sondern eine Freundin.

Wir werden Renate Göller stets ehrenvoll und dankbar in Erinnerung halten.

Martin Steidler
Vorsitzender







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